5th Euro BioMAT 2019

Euro Biomat 2019

Rund 170 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler trafen sich am 08. und 09. Mai zur 5. Euro Biomat 2019 – dem europäischen Symposium mit Fachausstellung zu Biomaterialien und angrenzenden Fachthemen
5th Euro BioMAT 2019
Foto: Dr. Izabela Firkowska-Boden

Meldung vom: 23. April 2020, 11:24 Uhr

Hüftprothesen aus Titan, Gefäßbohrer aus Werkstoffverbunden und Zirkonoxid-Zahnersatz: Biomaterialien sind aus der modernen Medizintechnik längst nicht mehr wegzudenken. Aus Metall, Keramik, Polymeren oder Verbundwerkstoffen maßgeschneidert, ersetzten sie Gewebe und Organe, interagieren sie mit Körperzellen und steuern den Verlauf von therapeutischen oder diagnostischen Prozessen.

 

Das stellt Materialwissenschaftler, Ingenieure, Physiker, Chemiker und Biologen aus der universitären, außeruniversitären und industriellen Forschung und Entwicklung gemeinsam mit Medizinern vor große Herausforderungen, die immer neuer Lösungen bedürfen.

 

Aus diesem Grund veranstaltete die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V. und ihr Fachausschuss „Biomaterialien“ unter Leitung von Prof. Dr. Klaus D. Jandt, Friedrich-Schiller-Universität Jena und Priv. Doz. Dr.-Ing. Thomas F. Keller, DESY Hamburg, vom 08. bis 09. Mai 2019 in der Kulturstadt Weimar nach den großen Erfolgen der bisherigen Veranstaltungen nun schon zum fünften Mal das europäische Symposium „Euro Biomat“.

 

Die im Zweijahresturnus stattfindende Veranstaltung bietet Forschern und Anwendern zwei Tage lang beste Möglichkeiten, sich in angenehmer, kommunikativer Atmosphäre über die neuesten Forschungsergebnisse auszutauschen.

 

In drei Parallelen wurden von den rund 170 Teilnehmern aus 20 Ländern aktuelle Trends unter anderem in den thematischen Schwerpunkten Bio-Nano-Materialien, dentale Materialien, bioaktive Materialien und Biogrenzflächen diskutiert. Diesmal standen über 80 Vorträge und 25 Poster auf dem Programm, die die neuesten Erkenntnisse bei der Entwicklung, Charakterisierung, Modellierung, Implementierung und Kontrolle von Biomaterialien präsentierten. Besonders erfreulich war die relativ große Anzahl von Nachwuchsforschern auf der Euro Biomat.

 

Zu den Highlights der Euor Biomat zählten die Plenarvorträge, die in diesem Jahr gehalten wurden von:

 

  • Lihi Abramovich, Tel Aviv University, Israel
    Learning from Nature to Form New Organic Materials for Tissue Regeneration

 

  • Luiz E. Bertassoni, Oregon Health and Science University, USA
    Digital Light Projection Stereolithography Bioprinting and Guided Mineralization of Microscale Tissue Models to Study Stem Cell Differentiation and Bone Tissue Engineering

 

  • Jürgen Groll, University Hospital Wuerzburg, Germany
    Biofabrication – Chances, Challenges, and Limits

 

  • Claude Rieker, Zimmer Biomet EMEA, Switzerland
    Metal-on-metal Bearings, where is the Scandal?

 

 

Die Euro Biomat bietet eine einzigartige Kombination aus grundlagenorientierter Forschung und Anwendungsaspekten von Biomaterialien aus der Industrie. Dieses wurde neben den Plenarvorträgen auch bei der Round Table Discussion, geleitet von Norman Stark von der Straub Medical AG, Wangs (Schweiz) deutlich. Unter dem Titel The Implant-Files - Friends or Foes? diskutierten Herr Stark, Herr Rieker, Herr Prof. Dr. Kinne vom Universitätsklinikum Jena und Herr Bayer von der Biotronik mit den Teilnehmern der Euro Biomat über Sicherheit von biomedizinischen Produkten und dem Medienecho.

 

Zum Auftakt wurde das Symposium von einem TV-Team des Mitteldeutschen Rundfunks begleitet, der im Abendmagazin MDR THÜRINGEN JOURNAL desselben Tages einen Beitrag mit dem Titel „Implantate und Prothesen: Expertentreffen aus aller Welt auf der Euro Biomat in Weimar“ veröffentlichte.

 

Dank der vom Springer Verlag gesponserten Posterpreise wurden dieses Jahr wieder derer drei vergeben.

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